Warum eigentlich nachhaltig nähen?

Hallo, ich bin Inga,

nähbegeisterte Autodidaktin auf dem Weg zu einer nachhaltigen Capsule Wardrobe. Die Idee einen Blog zu schreiben kam mir vor ungefähr einem Jahr, als ich überlegt habe, wie ich dem Nähen wieder mehr Platz in meinem Leben geben könnte. Mit dem Nähen begonnen habe ich vor ungefähr 10 Jahren, habe viel falsch gemacht, viel gelernt und bin noch lange nicht fertig damit. In den letzten Jahren habe ich mich immer mehr damit beschäftigt, wie ich mein Hobby, das nähen, nachhaltiger machen könnte. Ich lese viele Nähblogs und finde darin tolle Ideen, stolpere aber auch immer wieder über den Irrglauben, dass selber nähen an sich schon nachhaltig ist. Dass das nicht so ist, wurde auch mir erst nach und nach klar: Das Nähen an sich ist nur der letzte Schritt in einer langen Produktionskette und die Produktion von Meterware verursacht nicht weniger Co2-Ausstoß und Ausbeutung als die von Kaufkleidung.

Ich möchte zeigen, dass es auch anders geht. Wir müssen nicht auf unser Hobby verzichten, wir sollten es nur bedachter angehen. Aus alter Kleidung kann man neue machen, Stoffe kann man nachhaltig einkaufen. Anstatt Basics wie am Fließband zu nähen können wir uns gut passende und besondere Kleidung in unserem eigenen Stil schaffen. Und natürlich können wir unsere Kleidung – egal ob gekauft oder selbstgenäht – reparieren, verschönern, ausbessern.

Hier wird es also nicht nur ums nähen gehen, sondern auch ums erhalten, wiederbeleben und anpassen. Ich fange bei mir selbst an und erfülle mir nach und nach meinen Traum von einer selbst genähten Capsule Wardrobe. Slow Sewing und Refashioning sind die Devisen. Ich freue mich drauf und bin gespannt, wo es hinführen wird.